Thursday, 23. october 2008 4 23 /10 /Okt. /2008 12:48

Beschleunigung machts möglich




Australische Eidechsen bewegen sich auf zwei Beinen fort, weil der Körperschwerpunkt durch ihr hohes Beschleunigungsvermögen zum Körperende verlagert wird. Das haben australische und englische Forscher herausgefunden, als sie 16 australische Eidechsenarten im Labor auf einem Laufrad bis zur Erschöpfung laufen ließen. Bei dem Experiment filmten sie die Reptilien und werteten ihre Ergebnisse anschließend aus. Die markante Art der zweibeinigen Fortbewegung komme durch das Zusammenspiel des typischen Körperbaus und physikalischer Effekte zustande, schreiben die Wissenschaftler um Christofer Clemente von der Universität von Westaustralien in Perth im Fachmagazin "Journal of Experimental Biology" (Bd. 211, S. 2058).
 
Die Fortbewegung auf zwei Beinen hat sich in der Evolution der Wirbeltiere sechs Mal unabhängig voneinander entwickelt. Bei Vögeln entstanden Flügel aus den vorderen Gliedmaßen, was ihnen einen Vorteil gegenüber der vierbeinigen Fortbewegung verschaffte. Die zweibeinige Gangart der Primaten war Folge des Gebrauchs der Hände, beispielsweise für den Gebrauch von Werkzeugen. Doch warum Eidechsen auf zwei Beinen laufen, war lange Zeit unklar.
 
Meist oder nie
 
Im Vorfeld seiner Studie ging Clemente von zwei Gruppen von Echsen aus: Eidechsen, die vorwiegend auf zwei Beinen laufen, und Eidechsen, die dies so gut wie nie tun. Als die Wissenschaftler ihr Filmmaterial auswerteten und ein Modell der Bewegungsabläufe der Eidechsen anfertigten, entdeckten sie eine direkte Verbindung zwischen der Beschleunigung und dem Abheben der Vorderbeine vom Boden: Bei allen Eidechsen verließen ab einem bestimmten Beschleunigungswert die Vorderbeine den Boden, wie die Forscher feststellten.
 
Clemente erklärt, dass durch die Verlagerung des Körperschwerpunkts eine Kraft auf den Körper der Echsen einwirkt, die sie vom Boden abheben und aufrecht laufen lässt. Welchen Vorteil manche Echsenarten jedoch davon haben, nahezu ständig auf zwei Beinen zu laufen, bleibe aber weiter unbekannt, fügt Clemente hinzu.

Quelle: www.n-tv.de

Jano´s Meinung dazu:

Warum lässt man die armen Tiere dafür auf einem Laufband bis zur Erschöpfung laufen?
Kann man sowas nicht auch in freier Natur erforschen???
Was ist, wenn die Tiere vor lauter Stress einfach tot umfallen? Sowas passiert bei Echsen ab und an.
Heißt es dann: "Sie sind im Auftrage der Forschung gestorben."?
von jano-k - veröffentlicht in: Kurioses aus dem Netz - Community: Terraristik
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Kommentare

Klar, bis zur Erschöpfung sollte man die Reptilien nicht treiben, sie sollen ja eh recht schnell ermüden... du hast schon ganz recht!

Kommentarnr1 gepostet von Meeresbuchtteam am 26.03.2009 um 19h55

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